Musikshow 2018 – Österreich trifft „Engels Landen“

Von Österreich nach England – Unsere diesjährige Musikshow mit kräftiger Gesangsunterstützung

Früh stand fest: Wir Musiker brauchen uns in diesem Jahr keine Gedanken über ein Motto machen, da wohl bereits die Lieder seit Sommer in Vorbereitung seien. Jedoch machte unser 1. Vorsitzender Jürgen Süssemilch lange ein Geheimnis aus der Show. Das Motto oder sogar Details wurden aber nicht ausgeplaudert.

Selbst als wir Anfang November angefangen haben die Stücke einzustudieren, wurden noch keine Liedtexte oder nähere Infos zum Motto bekannt gegeben. Spätestens da war auch dem Letzten klar, dass das Motto wohl eng mit dem zukünftigem Brunnenpaar der Brunnenzeche verknüpft sein muss. Nach der offiziellen Inthronisierung des Brunnenpaares für die Kampagne 2017/2018 wurde am 23.11.2017 dann das Geheimnis in der Probe gelüftet.

„Österreich trifft Engels Landen“

So stammt die Familie von Brunnenherr Daniel aus Österreich und unsere Brunnenliesel Bridget ist Engländerin.
Organisatorischer Dreh- und Angelpunkt der diesjährigen Show war unser lieber Volker Schmitt, der nicht nur fast alle Noten für das ganze Orchester arrangierte, sondern auch für drei von ihnen neue Songtexte schrieb sowie den Gesangspart an allen Prunksitzungen übernahm. Gesangsunterstützung hatte er zudem von vielen Freunden die bereits mit Daniel und ihm gemeinsam zur Schule gingen und danach zusammen in den Chören Winfriedia und Salto Vocale gesungen haben(/noch singen). Vielen Dank an euch: Stefan Euler, Steffen Günther, Max Traut, Johannes Heller und Christian Reith. Genug Hintergrund- und Insiderwissen für die Liedtexte war also gegeben.

Gemeinsam mit unserem Dirigenten Amand Glotzbach studierte Volker die Stücke ein. So wurde mit dem traditionellen österreichischen Marsch „O, du mein Österreich“ eröffnet, daraufhin folgten zwei der eigens arrangierten Songs über unseren Brunnenherren. Beim vierten Song ergriff Daniel selbst das Mikrofon und besang mit der Ballade „Goisern“, den Ort, an dem er oft mit Oma und Opa als kleiner Junge im Urlaub war. Den krönenden Abschluss bildete die Hymne „Hoch, unsere Liesel“ mit der Melodie des bekannten englischen Konzertmarsches „Pomp and Circumstances“.

Für die, die es nicht Live sehen konnten oder sich nochmals dafür interessieren, können sich unseren Live-Mitschnitt anschauen oder im Pressebericht nachlesen:

Ausverkauftes Kolpinghaus tobt – Gelungene Prunksitzungs-Premiere bei Florengäßner Brunnenzeche
Der Musikverein Niesig erfreute die Gäste mit ihrer Show von Österreich nach Engelslanden. Als Sänger traten auf, Volker Schmitt (der diese Show zusammengestellt, die Musikstücke für die Niesiger arrangiert und die Texte verfasst hat) und der Brunnenherr. Unterstützt wurden die beiden von den Backgroundsängern Stefan Euler, Steffen Günther, Max Traut, Johannes Heller und Christian Reith. Wie immer begeisterten die Musiker des Musikverein Niesig die Zuschauer. Es war wie immer ein Augen- und Ohrenschmaus.
https://osthessen-news.de/naerrisch/n11578965/gelungene-prunksitzungs-premiere-bei-florengassner-brunnenzeche.html

 

Titel:

  1. O, du mein Österreich
  2.  I bim bam Bau (EAV-Stil)
  3. Grad oder krumm – Der Stadtbaurat geht (Falco, Der Kommissar)
  4. Goisern
  5. Hoch unserer Liesel (Pomp and Circumstances No. 1)

Arrangeur und Text: Volker Schmitt
Gesangssolisten: Volker Schmitt, Brunnenherr Daniel Schreiner, Maximilian Trost, Steffen Günther, Johannes Heller, Christian Reith

Die Song-Texte

1) Hoch unsere Liesel

Original: Pomp and Circumstance

Hoch unsere Liesel in ihrer Eleganz
Bernhards bis Istergiesel strahlen in ihrem Glanz!
Lüdermünd bis Ziegel freu’n sich ihrer Huld.
Für die Brunnenzeche bleibt sie ewig Kult!
Hoch unsere Liesel! Hoch! Du, Queen von Fuld‘!

2) I binn bamm Bau

Selbstkomponiert im Stil der Band „EAV“

Ich glaub‘ mich kennt hier keiner: gestatten Daniel Schreiner.
Ich bin aus dieser Stadt, die so schöne Häuser hat.
Doch aans, des wisst ihr ned, deswegen sag‘ ich’s gleich:
Ich sänn ze Hälfd en Föllsche und hoib aos Österreich.

Papa, der macht in Badezimmern und sagt: „Bub, sei schlau,
Wer später gut verdienen will, muss ganz gewiss zum Bau.
In der Immobilienwöit, da liegt das große Göid,
Drum sieh zu, dass du was wirst und Architekt studierst.“

Also gut, sag‘ I: mit Musik, Philosophie
Und Lit’ratur, do is jetzt Schluss, waal i wos verdienen muss.
Drum geht’s nach Stuttgart hin, wo ich schnöj fertick bin:
Nenn‘ mich jetzt Bauingenieur, und komm‘ deshalb wieder her

In die schöne Heimatstadt, wo Papa Connections hat –
Drei Joahr malochen wie verreckt, und schon bin i Architekt.
Ihr seht, hier steht a Sieger, und a Überflieger:
So viel Kreativität, da ist sicher, was jetz‘ geht:

I bimm bamm Baoo – Ja, ja, genaoo! Du woaßt:
I bimm bamm Baoo – Geh,  Baby schaoo!
I woar nie bei der E-A-V, doch da für bimm i bamm Baoo!
I bimm bamm Baoo!

Die Caro, meine Schwester, die hat in ihr’m Semester
Eine Freundin, die sie kennt, mit ent-zückendem Akzent:
Bridget aus dem Königreich! Da wer’n mir die Knie weich,
Ganz ein süßer, blonder Fratz, und sie sagt zu mir den Satz:

„Ich bin so fern von daheim, und ich fühl‘ mich so allein!“
I‘ denk mir: „Schwein muss ma hamm“ und sog‘: „Baby, zieah’ma zamm!“
Das hat glänzend funktioniert, seitdem läuft es wie geschmiert;
Es gedeihet unser Glück, und sie lernt, wie ich so tick.

In der Schuj, da woar ich fleißich und aooch intellektuöj,
Doch seit i bamm Baoo bimm scheiß‘ ich auf das Denken generöj.
Das ist gar nicht so verkehrt und hat sich auch sehr bewährt,
Denn das Denken lohnt sich nie in jedweder Hierarchie.

Nun bin ich mit dieser Haltung wie gemacht für die Verwaltung,
Und dazu noch ziemlich jung, drum kommt der Karrieresprung.
Zur Landesbauverwaltung zieht es mich ins Rhein-Main-Gebiet,
Und die süße, blonde Maus wohnt mit mir in meinem Haus.

Doch irgendetwas fehlt, ich überleg‘ gequält;
Auf einmal dämmert’s mir, und drauf sag ich zu ihr:
„Geh schau doch, liebe Bridget: i bin schoaf, doss es schon quietschet!
Drum werd endlich meine Fraooo, denn du woaßt:“

I bimm bamm Baoo – Ja, ganz genaoo!
I bimm bamm Baoo – Geh, Baby schaoo!
Wüllst du auch `ne super Frau, mach’s wie ich und geh zum Baoo!
I bimm bamm Baoo!

Nach ein paar Jahren Frankfurt wird es langsam doch ein Graus:
Alle Lieben in der Rhön, und do bloß Flieger überm Haus!
Da ruft plötzlich Fulda an, und man fragt mich, was ich kann,
Und ich werd zum Stadtbaurat! Seitdem ist es mir nicht fad.

Ihr wisst ja, wie das iiis: aus Steinen macht man Kies,
Und mit jeden vollen Laster vermehrt sich all der Zaster.
Ob Gehring, Kropp und Werner, nichts läge ihnen ferner
Als mit mir sich’s zu versaun; denn sie woll’n ja weiter bau’n!

Ob Elsässer und Weber, Bonzel-Gärtner, Koch und Voss,
Krüger, Krieg und Warth und Möller, ganz egal: i bin der Boss!
Ob Stadtaus, Becker, Müller, Sichau-Walter, Wagner-Trapp,
Wenn sie sich nicht benehmen, geht’s mit ihn‘ ganz schnell bergab.

Ob Staubach, Vey und Möller oder Ollertz, wer ist schneller?
Schönherr-Juli, Reich und Kratz, es wär‘ alles für die Katz‘!
Sturm und Wartzeck, Wuttke-Weber, Reith und Wehner und auch Storch:
Sie alle könn‘ ned bauen, wenn i ned dafür sorch‘!

I bimm bamm Baoo – Ja, ganz genaoo!
I bimm bamm Baoo – Geh, Baby schaoo!
I woar nie bei der E-A-V, doch da für bimm i bamm Baoo!
I bimm bamm Baoo!

I bimm bamm Baoo – Ja, ganz genaoo!
I bimm bamm Baoo – Geh, Baby schaoo!
Und bist du ned besonders schlau, mach’s wie ich und geh‘ zum Baoo!
I bimm bamm Baoo!

3) Der Stadtbaurat geht um

Original: Der Kommissar

Eins, zwei, drei, naa, es ist nix dabei,
na wenn I‘ eich erzähl‘ die Gschicht:
Als Stadtbaurat host du die wahre Macht,
so wie alsBürgermeister nicht!

Die Wirtschaft brummt und es wird viel gebaut,
doch ned einfach wia ma mog;
Denn Fulder Bauhaus heißt Barock,
drum baut a‘ jeder wie ich’s sog.

Der Dom is ned so hoch ois wia die Wasserkupp’n,
doch hier hot’s an besser’n Schnee.
Politisch sammer ned immer so gonz korräkt,
dofür ham mia an Fujder Schmäh.

Unsre Population vergleicht sich beinah‘ schon
mit London, Rom, Paris, New York …
Na ja, rein zohjnmäßig geht sich’s ned ganz aus,
doch unser Hochstift macht uns stoark – drum singen’s:

Graaad oder krumm? Oh-oh-oooh, schau‘ schau‘
Der Stadtbaurat geht um, oh-oh-oooh!
Wenn er di‘ aoonspricht, und du waaßt warum,
Saog: „Der O.B. will’s punktum!“

Is ois grad, Herr Stadtbaurat?
„Herr Stadtbaurat, woll’ns an Kleingart’n kaufen?“ –
„Kleingoart’n? Geh schleich di, ist doch füü bülliger, wammas enteignan!“

Die Fulder Prominenz steht sehr auf Groß-Events
Und alle Girls, die sind schon heiß
A Stecher kommt auf den Domplatz goar,
doch der hat seinen Preis.

In dicken Limousinen kommen’s angefoah’n
Und cruisen durh die Nacht,
Und sie zeigen in der Friedrichstroß‘,
wie ma’s bei Tempo 30 macht. – Jetzt das Ordnungsamt:

Graaad oder krumm? Oh-oh-oooh, schau‘ schau‘
Der Stadtbaurat geht um, oh-oh-oooh!
Er hod den Zollstock, mir san klaan und dumm,
Und dieser Frust macht uns stumm.

Graaad oder krumm? Oh-oh-oooh, schau‘ schau‘
Der Stadtbaurat geht um, oh-oh-oooh!
Wenn er di‘ aoonschaaßt, und dir bruummt dör Kopp‘,
Saog ihm: „Es woar Schuid vom Kropp!“

Alles grad, Herr Stadtbaurat!

Graaad oder krumm? Oh-oh-oooh, schau‘ schau‘
Der Stadtbaurat geht um, oh-oh-oooh!
Er hod den Zollstock, mir san klaan und dumm,
Und dieser Frust macht uns stumm.

Graaad oder krumm? Oh-oh-oooh, schau‘ schau‘
Der Stadtbaurat geht um, oh-oh-oooh!
Wenn er di‘ aoonspricht, und du waaßt warum,
Saog: „Der O.B. will’s punktum!“

Alles grad, Herr Stadtbaurat!